Veranstaltungstip: Christian Felber
8 Feb. 2012 in Kirchweidach
Gemeinwohl-Ökonomie &Landwirtschaft
Artikel in der Braunauer Rundschau vom 18. Mai 2006:
GESELLSCHAFT / Innd´Zukunft: Junge Leute wollen Zukunft der Region mitgestalten. Gegen die neoliberale Globalisierung auftreten HOCHBURG-ACH, ST. RADEGUND, TARSDORF / Die neoliberale Globalisierung und ihre Auswüchse betrifft uns alle. Doch was kann der Einzelne dagegen tun, außer zu klagen und letztlich zu resignieren? Sieben junge Leute aus Hochburg-Ach, Radegund und Tarsdorf wollen sich mit dem Thema näher auseinandersetzen. Sie haben sich im Jänner zu einer offenen Gruppe unter dem Namen „Innd´Zukunft“ zusammengeschlossen, um ökologische und soziale Themen zu behandeln und für die Öffentlichkeit Informationsveranstaltungen zu organisieren. Mitgestalten und Informieren „Wir wollen in unserer Region die Zukunft mitgestalten, aber dabei den Blick für das Überregionale und Globale nicht verlieren. Es gibt keine Patentlösungen für viele Probleme, aber die Verantwortung und Mitarbeit der Bürger endet keinesfalls beim Wählen“, erklärt Erik Schnaitl aus Tarsdorf, einer der Initiatoren von „Innd´Zukunft“. „Entscheidend ist auch, dass vieles hinterfragt wird, dass wir Zusammenhänge erkennen und verstehen. So sollten zum Beispiel Produkte aus der Region auch ihre Abnehmer in der Region finden“, fordert der Kunststudent Stefan Esterbauer aus Hochburg-Ach. Die erste Infoveranstaltung zum Thema „Globalisierung“ in Tarsdorf war übrigens ein großer Erfolg und ist auf reges Interesse in der Bevölkerung gestoßen. 120 Leute kamen zum Vortrag und zur Diskussion. Auch die Folgeveranstaltungen ,Filmvorführung „We feed the World“, waren mit 150 ZuseherInnen in Tarsdorf, 50 in Franking und 100 in Eggelsberg, gut besuchte Abende. „Es wird uns vieles erzählt: Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung seien gut und notwendig, heißt es immer wieder. Aber stimmt das alles wirklich? Diese Dinge werden einfach nicht mehr hinterfragt“, so Erik Schnaitl kritisch. In den nächsten Wochen wird die Gruppe ein Positionspapier formulieren, indem die Frage: „Wofür steht Innd'Zukunft?“, beantwortet wird. Allen „Neugierigen“ wird das Dokument gerne zugesendet. Weiters versteht sich die Gruppe als Netzwerk und ist für alle interessierten Menschen offen.
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