Global denken, Lokalbahn verlängern
Höchste Eisenbahn
Von der Festung Salzburg zur längsten Burg Europas
Aktuelles zum "Baufortschritt" (21.01.2011)->
http://www.salzburg-ag.at/verkehr/slb/partner-projekte/slb-verlaengerung/
Teilerfolg 13.02.2008
Wie heute Landeshauptmanstellvertreter Erich Haider bekannt gab wird die SLB bis Ostermiething verlängert!

Stellungnahme Innd`Zukunft
Die Ankündigung, Verlängerung der Salzburger Lokalbahn nach Ostermiething, sehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil ich nicht mit einer so raschen Entscheidung gerechnet habe. Außerdem wird ein klein strukturiertes, regionales öffentlichen Verkehrswesen gefördert, dass für viele Menschen die Mobilität in der Region verbessert.
Weinend, weil die Strecke ?nur? bis Ostermiething gebaut wird. Für mich als Tarsdorfer ist das nett, aber eigentlich zu weit weg. Um zum Zug zu gelangen sind wir immer noch auf das Auto angewiesen. Ziel sollte es aber sein, das Auto zuhause stehen lassen zu können, bzw. es gar nicht mehr kaufen zu müssen.
Bis zur Vollendung der SLB nach Burghausen könnte ein Bus die Strecke Trimmelkam/Ostermiething nach Burghausen übernehmen. Dieser Bus sollte mind. jede Stunde, besser jede halbe Stunde, zwischen den beiden Endstellen Bahnhof Burghausen und Bahnhof Trimmelkam/Ostermiething verkehren.
Davon abgesehen, brauchen wir ein öffentliches Mobilitätswesen, mit sehr guten Taktzeiten, über die SLB Region hinaus. So nach Braunau, St. Radegund und Tittmoning, Geretsberg und weiter nach Mattighofen.
SLB Verlängerung nach Ostermiething heißt für mich: Gut, dass der Anfang gemacht wird, jedoch nicht locker lassen, dass eine Verlängerung nach Burghausen weitergeplant und gebaut wird. Geld für eine weitere Verlängerung bzw. für ein gut getaktetes regionales öffentliches Verkehrssystem ist genug vorhanden. Mein Vorschlag für die Zukunft: 0? für den Neu- und Ausbau von Straßen, ebenso 0? für den Neubau von Hochgeschwindigkeitszugstrecken und 0? für die Subvention von Flughäfen und Flugzeugen. Dafür Einrichtung eines öffentlichen Verkehrs der den Großteil der Mobilitätsbedürfnisse der Menschen abdecken kann. Das restlich eingesparte Geld (von den Straßen, den Hochgeschw. Zügen und vom Flugverkehr) kann in eine staatliche Altervorsorge, in Schulbildung, in Gesundheitsversicherung uvm. fließen. Keine Angst, das Auto und das Flugzeug werden nicht aussterben ;-)
Schnaitl Erik / Innd`Zukunft
links zu Artikeln im Internet:
ORF: http://ooe.orf.at/stories/256640/
Rundschau ONLNE: http://www.rundschau.co.at/lokales/artikel/2008/02/28/ostermiething-ist-am-zug-lokalbahn-wird-verlangert
Landes Korrespondenz Medien Info: http://www.ooe.gv.at/cps/rde/xchg/SID-3DCFCFC3-144FE020/ooe/hs.xsl/69531_DEU_HTML.htm#Sub%20Lokalbahn382008
Landes Korrespondenz Medien Info (.pdf ): http://www.ooe.gv.at/cps/rde/xbcr/SID-3DCFCFC3-81FC380D/ooe/PK_Haider_12.2.2008_Internet.pdf
Neues zum Stand der Dinge " SLB Ausbau", Juli 2007
Dank des unermüdlichen Einsatzes unseres Vereinsmitglieds Karin haben wir nun neueste
Informationen zum Thema „Verlängerung der SLB bis nach Burghausen “.
Karin hatte am 27 Juli ein Gespräch per Telefon mit Hr. Klaus Hölzl vom Land OÖ.
Der Ausbau der SLB ist in zwei Projekte getrennt.
Das erste Projekt beinhaltet die Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der SLB bis Ostermiething.
Hier ist Aktueller Stand folgender:
Die Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der SLB nach Ostermiething ist abgeschlossen.
Allerdings ist die Studie schon 5 Jahre alt und wird nun zur Aktualisierung der Kosten überarbeitet. Das Projekt soll nach den Wahlen 2009 fortgesetzt, sprich evtl. sogar umgesetzt werden.
(Anmerkung Innd`Zukunft: Die Chancen für eine Umsetzung in den nächsten 10-15 Jahren stehen nicht schlecht.)
Das zweite Projekt behandelt die Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der SLB nach Burghausen.
Hier ist der Aktuelle Stand:
Die in der Presse publizierte Präsentation der Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der SLB nach Burghausen hat lt. Hr. Hölzl nur im kleinsten Kreis stattgefunden. Es folgt nun (nach der Sommerpause) die Diskussion in der Politik und wenn die Politik dafür ist - vermutlich im Herbst (Oktober, November) die offizielle Vorstellung.
(Anmerkung Innd`Zukunft: Hier gibt es viel (zu viel) Abstimmungsbedarf,da es 4 beteiligte Parteien gibt: SLB, Land OÖ, Freistaat Bayern und Stadt Burghausen.)
Artikel im Salzachkurier April 2007
Umfrage im Salzachkurier ( pdf):
-Salzachkurier April 2007

Aufstellen des Hinweisschildes am 09.03.2007
Pressebericht als Download (pdf ):
-Tips 11.Woche 2007
Stellungnahme
Betrachtet man die Diskussionen um die Verlängerung der Salzburger Lokalbahn (SLB) in Richtung Burghausen, fühlt man sich beinahe an eine „unendliche Geschichte“ erinnert. Bereits in den 1920ern wurde im Rahmen umfangreicherer geplanter Bahnprojekte im Bezirk Braunau/Inn an die Verlängerung der Lokalbahn bis Burghausen herangegangen (siehe
Abb.: 1). Die Umsetzung dieses Projekts kam jedoch über die Absteckung der Trasse bis Tarsdorf nicht hinaus.
Nach dem
2. Weltkrieg und im Zuge der Orientierung auf den anwachsenden Individualverkehr in der öffentlichen Verkehrsplanung wurden die Ausbaupläne der SLB endgültig eingemottet. Man konnte zwar in regelmäßigen Abständen immer wieder von der Verlängerung zumindest bis Ostermiething hören, über vage Absichtserklärungen kamen die Verantwortlichen aber leider nie hinaus.

Abbildung 1: geplante Bahnstreckenverläufe (ca. 1920) (hohe Auflösung hier)
In letzter Zeit tauchte das Thema Lokalbahnverlängerung sogar in seiner Optimalvariante (bis Burghausen) wieder auf und die Chancen auf die Umsetzung scheinen derzeit so gut wie schon lange nicht mehr. Nicht zuletzt bekundete die bayrische Seite ihr Interesse an einer direkten Verbindung Burghausen-Salzburg, auch die österreichische Politik scheint sich stärker als bisher dafür zu begeistern. Gespannt wird nun das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie erwartet, welche in den nächsten Wochen veröffentlich werden soll.
Die positiven Auswirkungen, die die direkte Verbindung für die Region Oberes Innviertel hätte, liegen in Zeiten in denen überall über die Problematik des anschwellenden Straßenverkehrs, der wachsenden CO²-Belastung und der infrastrukturellen Ausdünnung des ländlichen Raumes heiß diskutiert wird, auf der Hand. Die Pendlerströme wachsen, da die Arbeitsplätze im ländlichen Raum weniger werden (z. B. sinkende Zahl von landwirtschaftlichen Betrieben) bzw. sich auf einige Zentren konzentrieren. Auch zum Einkaufen und für andere Erledigungen (siehe Greißlersterben, Schließungen von Postämtern, etc.) muss am Land immer öfter auf das Auto zurückgegriffen werden. Zu dieser allgemeinen Entwicklung der letzten Jahrzehnte kommt, dass in unserem konkreten Fall der Bezirk Braunau infrastrukturell nicht gerade „verwöhnt“ wurde und einen größeren Nachholbedarf an Investitionen aufzuweisen hat. Dies liegt offen gesagt zu einem gewichtigen Teil an der Entfernung zur Landeshauptstadt Linz bzw. dem oö. Zentralraum sowie an der Nichtzuständigkeit des näheren Zentrums Salzburg. Der südliche Raum des Bezirks ist vor allem was die Arbeitsplätze betrifft stark mit dem Salzburger Flachgau sowie der Landeshauptstadt Salzburg verbunden, was sich auch an den Pendlerströmen aus dem Oberen Innviertel, z. B. aus dem Gebiet um Tarsdorf und Ostermiething bemerkbar macht. In die andere Richtung strömen hingegen jeden Tag zahlreiche Menschen zu ihren Arbeitsplätzen im bayrischen Chemiedreieck und sind auch hier zumeist auf Auto oder Bus angewiesen.
Eine Verlängerung der SLB würde vor allem auf dem Gebiet des Pendlerverkehrs Sinn machen, denn dadurch könnte dieser in beide Richtungen eingedämmt und zumindest zu einem Teil auf die Schiene verlegt werden. Weiters wären bei einer direkten Verbindung zwischen Salzburg und Burghausen positive Auswirkungen auf dem Gebiet des Tourismus zu erwarten. Dies gilt sowohl für die Region Oberes Innviertel, die gerade an einem neuen, gemeinsamen Fremdenverkehrskonzept arbeitet, als auch für die Stadt Burghausen. Vergessen werden darf auch nicht, dass eine Schienenverbindung nach Salzburg die Nutzung des dortigen kulturellen Angebots für die Menschen unserer Region erleichtern würde. Dazu gehört neben dem Besuch von Konzerten, Lokalen, Theatern usw. auch der Besuch der höheren Schulen sowie der Universitäten und Fachhochschulen.
Zur finanziellen Seite dieses Projekts ist zu bemerken, dass einerseits die SLB in der jüngsten Vergangenheit durch hohe Wirtschaftlichkeit (verbunden mit fahrgastfreundlichen Preisen und Takten) und gute Akzeptanz durch die Bevölkerung aufgefallen ist. Die Verlängerung nach Burghausen wäre mit Kosten verbunden, die bei Infrastrukturprojekten im Straßenverkehr (Umfahrungen, Tunnels, Straßenausbau) im Regelfall nicht Gegenstand größerer öffentlicher Diskussionen werden. Es ist interessant zu beobachten, dass ausgerechnet beim Ausbau des regionalen Schienenverkehrs das Kostenargument derart im Vordergrund steht, dass eine Umsetzung dieses Projekts vielen Menschen als von vornherein unrealistisch erscheint. Dabei wäre es vor allem derzeit wichtig, auf die rasche Inangriffnahme des Projekts zu pochen und den politischen Entscheidungsträgern auf den höheren Ebenen zu signalisieren, dass sehr wohl der Bedarf und der Wunsch in der Bevölkerung der betroffenen Region vorhanden sind. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich InndZukunft entschlossen die öffentliche Diskussion zu diesem Thema zu beleben und die Möglichkeiten aufzuzeigen wie durch den Ausbau des Schienenverkehrs auch im ländlichen Raum positive Effekte für Mensch und Umwelt erzielt werden können. Durch weitere Veranstaltungen und Aktionen in der Zukunft soll u. a. anderem in Zusammenarbeit mit Lokalpolitik und Verkehrsinitiativen (z. B. Verein Regionale Schienen, Bürmoos) auf die Dringlichkeit dieses Projekts und die Chancen, die sich dadurch für die Region Oberes Innviertel ergeben, hingewiesen werden.
Literatur
[1] Bundwerk. Schriftenreihe des Innviertler Kulturkreises
Weblinks
www.regionale-schienen.at
www.stadtbus.at
http://lokalbahninfo.slb.at
Fotos
Aufstellen des Hinweisschildes
<Startseite>
|