„Let's make Money “
VOM WAHNSINN DER METHODE HAT
von
Erwin Wagenhofer
Gut ein Jahr ist es her, dass sich die Finanzkrise, trotz unglaublicher staatlicher
Stützungsaktionen für Banken, zu einer handfesten Wirtschaftskrise entwickelt
hat. Doch kaum hat sich die Finanzwelt vom ersten Schrecken erholt, schon hört
man wieder von steigenden Aktienkursen und großzügigen Bonuszahlungen.
Geändert hat sich, so scheint es jedenfalls, nichts.
Das ist mit ein Grund, warum der Dokumentarfilm „Let's make MONEY“ (frei
übersetzt soviel wie „Lass uns Geld machen“) nichts an seiner Brisanz eingebüßt
hat. Der Film, der noch vor dem Kollaps des Finanzsystems entstanden ist, zeigt
uns, wie und wo unser Geld für uns arbeitet. Doch, kann Geld überhaupt
arbeiten?
Und was sind die Auswirkungen eines unkontrollierten oder zumindest aus den Fugen geratenen Finanzsystems?
Es sind wohl die nüchterne Sachlichkeit und die realen Bilder, die die
Eindringlichkeit dieses Films ausmachen, der gänzlich ohne Kommentar
auskommt. So bietet sich jedem Zuschauer die Möglichkeit, sich selbst seine Meinung zu bilden.
Nach „We feed the World“ ist „Let's make MONEY“ bereits der zweite Film des
erfolgreichen, österreichischen Regisseurs und Dokumentarfilmers Erwin
Wagenhofer, den der Verein Innd'Zukunft zeigt. Ziel der Veranstaltung ist es, das
nicht erst durch die Finanzkrise hoch brisante Thema der uneingeschränkten
Geldvermehrung den Menschen näher zu bringen. Es soll zum Nachdenken
angeregt werden und in der Diskussion nach möglichen Lösungswegen und
Alternativen zum gängigen Finanz- und Anlagesystem gesucht werden.
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